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01.04.2019

Europaprojekttag an der Beruflichen Schule und Europaschule

43 angehende Betriebswirte im Außenhandel diskutieren mit dem Justizsenator Dr. Till Steffen

Am Freitag, den 29. März stellte der Justizsenator Dr. Till Steffen sich den Fragen der 43 Auszubildenden und angehenden Betriebswirte im Außenhandel der Beruflichen Schule Am Lämmermarkt.

Wichtig ist mir vor allem, dass wir nicht Standardfloskeln eines Politikers als Antworten erhalten, sondern, dass konkret auf die Fragen der Schülerinnen und Schüler eingegangen wird – auch, wenn diese kritisch sind,“ formulierte Johannes F. seine Erwartungen an den Austausch.

Die Schülerinnen und Schüler bereiteten sich im Unterricht zum Thema "Europa" vor: Informierten sich u.a. über die europäischen Institutionen, den Ablauf der Europawahlen und die zur Wahl stehenden Parteien. In Form einer Meinungslinie schätzten die Lernenden ihre eigenen Kenntnisse und ihren Informationsstand zu den Europawahlen 2019 ein. Anschließend wurden Fragen und Themen für den Besuch des Justizsenators entwickelt. „Ich erhoffe mir, über die verschiedenen Themen Neues zu lernen, indem sie aus dem Blickwinkel eines aktuellen Politikers beleuchtet werden“ äußerte Emily C.

Die Diskussionsrunde am Freitagvormittag verlief dann entsprechend abwechslungsreich. Nach der Begrüßung durch den Schulleiter Herrn Kafitz und die Moderatorin und Lehrerin Frau Loth stellten zwei Auszubildende den Ausbildungs- und Studiengang der Anwesenden sowie die Branchen der Ausbildungsunternehmen vor. Dann war es an dem Senator, über seine eigene Person, seinen Werdegang und seine Berührungspunkte mit EU-Themen und Institutionen zu sprechen. "Besonders beeindruckend fanden wir, dass der Senator uns sogar sein genaues Gehalt verraten hat", kommentierten  mehrere Schüler.

Nachdem man sich bekannt gemacht hatte, entwickelte sich ein lebhaftes Gespräch, welches die Schülerinnen und Schüler selbständig durch ihre zahlreichen Fragen und Statements steuerten.

Im Zusammenhang mit dem ersten Themenschwerpunkt, der "Europawahl 2019", standen folgende Fragen der Teilnehmenden im Mittelpunkt: Sollten die EU-Politiker nicht viel stärker in den sozialen Medien präsent sein, um junge Leute zu erreichen? Entscheiden wohlmöglich Politiker, die zu weit weg sind von der Welt der jungen Wählerinnen und Wähler - Beispiel Artikel 13, Urheberrechtsrichtlinie? Welche Konsequenzen hätte ein deutlicher Rechtsruck  bei den Europawahlen?

Beim zweiten Themenschwerpunkt "Zukunft der EU" diskutierten die Auszubildenden u.a. über die möglichen Folgen eines ungeregelten Brexits, die Sinnhaftigkeit weiterer Beitrittsverhandlungen sowie die Rolle der EU bei der Weiterentwicklung der künstlichen Intelligenz.

Die Teilnehmenden nutzen aber auch die Gelegenheit, die Haltung des Justizsenators zu Themen wie "Gleichberechtigung" und den "Umgang mit Abschiebungen in Hamburg" zu erfragen. Auch die Ausbildungs-möglichkeiten in der Justizbehörde waren Thema: https://www.hamburg.de/justizbehoerde/stellen-ausbildung/

Als Europaschule ist es dem Lämmermarkt ein großes Anliegen, die Schülerinnen und Schüler für europapolitische Themen im Allgemeinen und die Bedeutung der Teilnahme an der Europawahl im Besonderen zu sensibilisieren.  Die Veranstaltung am Europaprojekttag mit dem Justizsenator hat offensichtlich ein Stück dazu beigetragen: „Ich fand es total klasse und wichtig, dass so ein hoher Politiker zu uns an die Schule kommt und wir so offen mit ihm über relevante Themen im Zusammenhang mit der Europawahl sprechen konnten.“, erklärte Niklas K.

 

Das Thema "Europawahl 2019" wird bis zum 26. Mai in vielen Klassen und Kursen aller Schulformen am Lämmermarkt Thema sein. Lesen Sie dazu auch gerne den Artikel: Sensibilisierung für die Europawahl 2019.

 

 

Europaschule in Hamburg