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Internationalität in der Berufsschule

Internationale berufliche Handlungskompetenz ist in der Berufswelt in Hinblick auf die Globalisierung und Marktverflechtung ein wichtiger Baustein. Interkulturelles Verständnis, Erweiterung der Sprachkenntnisse und der sozialen Kompetenz sind hierbei nur einige Aspekte. In der Ausbildung zur Kauffrau/zum Kaufmann im Außenhandel unterstützt unsere Berufsschule die Förderung einer internationalen beruflichen Handlungskompetenz in verschiedenen Bereichen.

 

Fremdsprachen

Im Fach Englisch wird das Niveau des bisherigen Schulenglisch zu Grunde gelegt. Fest im Lehrplan für den Englischunterricht verankert ist das bilinguale Modul "Marketing im Außenhandel". Für die berufspraktische Tätigkeit werden hierdurch wichtige Impulse gegeben. Das Modul "Marketing im Außenhandel" ist Teil der schriftlichen Handelskammerprüfung im Prüfungsfach „Außenhandelsgeschäfte“. Außerdem kann eine freiwillige schriftliche Zusatzprüfung in Englisch vor der Handelskammer abgelegt werden bzw. bei Besuch unserer Klasse Außenhandel+ das Zertifikat BEC erworben werden.

 

Die zweite bzw. dritte Fremdsprache, Französisch und/oder Spanisch kann auf Einsteiger-, mittlerem oder Fortgeschrittenen-Niveau belegt werden. In beiden Fremdsprachen kooperieren wir mit anerkannten Instituten, die international anerkannte Zertifikate anbieten. Der Berufsschulunterricht bereitet auf die Prüfungen dieser Institute vor:

 

Spanisch: Vorbereitung auf die vom Instituto Cervantes angebotene DELE-Fremdsprachenprüfung (Diploma de Español como Lengua Extranjera). Möglichkeit der Teilnahme in unterschiedlichen Niveaustufen.

 

Französisch: Vorbereitung auf die vom Institut Français angebotene DELF Pro (Diplôme d'études en langue française "option professionnelle") Fremdsprachenprüfung. Möglichkeit der Teilnahme in unterschiedlichen Niveaustufen.

 

Die Abschlussprüfungen für Französisch und Spanisch beinhalten sowohl eine schriftliche als auch eine mündliche Prüfung. Weitere Informationen zu den Prüfungsabläufen, Gebühren und Anforderungen können der Homepage des Instituto Cervantes bzw. Institut Français entnommen werden:

http://hamburgo.cervantes.es/de/sprachdiplome_dele/

https://hamburg.institutfrancais.de/franzoesisch-lernen/delf-dalf

 

Die Förderung und Erweiterung der mündlichen und schriftlichen Kommunikation, des Hörverstehens sowie der Mediationsfähigkeit sind die zentralen Bestandteile des Unterrichts in allen Fremdsprachen. In Englisch und den Fortgeschrittenenkursen in Spanisch und Französisch steht die Kommunikation im beruflichen Handlungsfeld des Außenhandels im Vordergrund. Auch die Teilnehmer/innen der Anfängerkurse in Spanisch und Französisch üben die Kommunikation anhand von Sprechsituation aus dem Geschäftsleben.

Der Sprachunterricht wird teilweise von Fremdsprachenassistenten unterstützt.

Bitte geben Sie im Anmeldeformular zur Berufsschule (siehe Dokument zum Download rechts) die jeweilige Niveaustufe an, die an der vorherigen Schule in der jeweiligen Fremdsprache ausgewiesen wurde. Bitte legen Sie außerdem das Abgangszeugnis der zuletzt besuchten Schule bei, da dieses die erreichte Niveaustufe in den Fremdsprachen ausweist.

 

Klasse Außenhandel+

Im Sommer 2018 haben wir zum vierten Mal mehr als dreißig Auszubildende in unsere sogenannte Außenhandel+ Klasse eingeschult. In dieser Klasse mit zweieinhalbjähriger Ausbildungsdauer bieten wir neben der regulären Vermittlung von Inhalten des Curriculums nachstehende Module an:

 

  • Bilinguale Unterrichtseinheiten (in englischer Sprache) im Lernfeld „Beschaffung und Absatz/Finanzierung und Logistik“:

  • Einführung in den Außenhandel (1. Halbjahr),

  • INCOTERMS 2010 (1./2. Halbjahr),

  • Zahlungsbedingungen

  • Berufsbezogene Exkursion ins Ausland – in der Regel nach Shanghai - mit Vor- und Nachbereitung im Berufsschulunterricht.

  • "Formalitäten im Außenhandel / Compliance" (Zollmäßige Ein- und Ausfuhrabwicklung, Exportkontrolle).

  • Unterrichtseinheit „internationale Rechnungslegung“ im laufenden Unterricht in Controlling und Kostenrechnung am Ende der Ausbildung 

  • Zertifikatsprüfung in Englisch: Business English Certificate (BEC) / University of Cambridge

  • Zertifikatsprüfung in mindestens einer weiteren Fremdsprache (Französisch und / oder Spanisch): Zusätzliches Zertifikat des Instituto Cervantes (Spanisch) bzw. Institut Français (Französisch).

     

    Für alle Module erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schulinterne Zertifikate bzw. die Zertifikate der mit uns kooperierenden Fremdspracheninstitute.

     

    Internationale Projekte

    Auslandsaufenthalte sind heute ein wichtiger Bestandteil für den beruflichen Werdegang, besonders im Außenhandel. Die Berufsschule Am Lämmermarkt unterstützt die Teilnahme von Auszubildenden an Projekten im Ausland. Wir unterstützen die Teilnahme von Auslandsaufenthalten unserer Auszubildenden während der Ausbildung, z.B. Geschäftsreisen ins Ausland und/oder Messen im Ausland, indem wir auf Antrag vom Berufsschulunterricht freistellen.

     

    Zudem bieten wir als Berufsschule seit Jahren Exkursionen mit außenhandelsspezifischen Schwerpunkten an:

     

    2019 / März: 10tägige Shanghai-Exkursion mit Teilnehmern aus der Klasse Außenhandel+

    2017 / März: 10tägige Shanghai-Exkursion mit Teilnehmern aus der Klasse Außenhandel+

    2017 / März: 3wöchiger Auslandsaufenthalt mit Sprachkurs in Liverpool

    2016 / Juni: 5tägige Rotterdam-Exkursion

    2016 / Mai: 5tägige Rotterdam-Exkursion

    2015 / April: 5tägige Brüssel-Exkursion

    2015 / März: 8tägige Shanghai-Exkursion mit Teilnehmern aus der Modulklasse

    2014 / Februar/März: zweiwöchige berufsbezogene Exkursion nach Paris

    2012/ Januar/Februar zweiwöchige berufsbezogene Exkursion nach Paris

     

    Ziele der berufsbezogenen Exkursionen sind u.a.:

  • Kennenlernen von internationalen Handels-/ Umschlagsplätzen,

  • Kooperation mit ausbildenden Institutionen im Ausland: Austausch mit Auszubildenden und Ausbildungsträgern, gemeinsame Projektarbeit

  • Fachbezogene Vorträge zu unterschiedlichen Themen z. B. von Auslandsniederlassungen unserer Ausbildungsunternehmen, Institutionen, Handelskammern, Verbänden etc.

  • Sprachkursangebote, bzw. Austausch in berufs- und alltagsbezogenen Kommunikationssituationen in der Zielsprache / in englischer Sprache

  • Kennenlernen der Zielkultur, damit besseres Verständnis für und Umgehen mit kulturellen Besonderheiten

  • Förderung der Eigenständigkeit, z.B. durch eigene Reiseorganisation, ggf. Kontakte zu Auszubildenden im Zielland.

     

    Explizit unterstützen wir folgende Programme, an denen seit 2011 regelmäßig Auszubildende der Berufsschule Am Lämmermarkt teilnehmen:

     

  • Praktika in der Hamburger Partnerstadt St. Petersburg, gefördert durch die Hamburger Senatskanzlei

     

  • „Azubis in die USA“, Praktika gefördert durch die Joachim-Herz-Stiftung

 

 

Berufliche Exkursion nach Shanghai

Auszubildende des Außenhandels besuchen die Hamburger Partnerstadt

Im Rahmen des vor vier Jahren von der Berufsschule initiierten Projektes haben wir als Außenhandel+ Klasse vom 14.03.2019 bis zum 23.03.2019 an der Exkursion nach Shanghai teilgenommen.

Die Projektzeit in Shanghai war für uns als Auszubildende im Außenhandel sowohl lehrreich als auch attraktiv, da China einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands und Shanghai für Chinas Wirtschaft elementar ist. Shanghai zeichnet sich durch seinen Hafen, die Internationalität und durch seine schnell wachsende Wirtschaft aus.

Zusammen mit den Lehrern, Ausbildungsbetrieben und wir als Schüler*innen haben ein vielseitiges und abwechslungsreiches Programm umsetzen können. Bei der Planung des Projektes stand im Fokus, China als wirtschaftlich agierendes Land kennenzulernen und gleichzeitig das moderne und das traditionelle China zu erleben.

Während unseres Aufenthaltes in Shanghai hatten wir die Möglichkeit, die Außenhandelskammer vor Ort zu besuchen. Dort hat der Vortragende Herr Ma?rtlbauer zum einen über Chinas und Shanghais wirtschaftliches Wachstum und deren Kultur vorgetragen und zum anderen über die Funktion der Außenhandelskammer vor Ort informiert.

Um die Stadt besser kennenzulernen, haben wir eine von uns Schülern organisierte Stadtrallye durchgeführt. Dabei haben wir das moderne Stadtzentrum und die Altstadt besichtigt.

Des Weiteren hatten wir über einen Mitschüler die Möglichkeit eine Reederei in Shanghai zu besuchen. Während des Termins haben wir viele spannende Einblicke in die Geschäftsprozesse der Reederei erhalten. Besonders beeindruckt haben uns allerdings die Geschichten des Geschäftsführers, der uns mit seinen Erfahrungsberichten aus der Praxis begeistert hat.

Eine weitere Station in China war die Stadt Changzhou, wo wir eine Textilfabrik besucht haben. Während unseres Besuches wurden wir durch alle Produktionsschritte zur Herstellung einer Winterjacke geführt.

Zu einem unserer Zielorte gehörte auch die traditionsreiche Stadt Hangzhou. Dort erfuhren wir viel über eine von Chinas bedeutendsten Traditionen und ein wichtiges Handelsgut, den Tee. Während unseres zweitägigen Aufenthalts, waren wir auf der Teeplantage eines Teelieferanten, danach lernten wir das dazugehörige Teemuseum und die Teefabrik kennen. Zum Abschluss unseres Besuches durften wir an einer traditionellen Teezeremonie teilnehmen. Durch seine vielfältige Natur und das liebevoll erhaltene Stadtbild sowie die sorgfältig geplante Besichtigung, war Hangzhou für uns Schüler*innen einer der Höhepunkte unserer Chinareise.

Durch die Projektreise haben wir zahlreiche vertiefende Einblicke in die Kultur Chinas erhalten, welche unsere interkulturellen Kompetenzen gestärkt haben.

Ein großer Dank geht an unsere Lehrer für die Organisation und an unsere Unternehmen, ohne die die tolle Reise nicht möglich gewesen wäre.

Estefania Quint Trapp für die Teilnehmer 2019

Europaschule in Hamburg